So, nun ist es soweit unser erster Eintrag von der Nordinsel. Nach der ca. 3 stündigen Fahrt mit der Fähre sind wir alle gut in Wellington angekommen und konnten dort den restlichen Tag bzw. Abend genießen. Zufälligerweise war dort zur Zeit gerade ein Sommerfestival und wir konnten uns eine Zirkusshow kostenlos im Park anschauen. Am nächsten Tag ging es mit der Stadterkundung los, zuerst zum Parlament, wo wir eine Führung mitmachten, anschließend fuhren wir mit der Cable Car in den botanischen Garten und am Abend ging`s zum Kebabessen an den Strand, um dann satt ins Kino zu gehen
Am letzten Tag ging es noch ins Te Papa, das größte Museum Neuseelands, wo wir 5 Stunden lang die Kultur, Natur und Geschichte Neuseelands genauer betrachten konnten. Zum Abschluss sind wir noch auf den Mount Victoria gefahren, von wo aus wir den Sonnenuntergang über der Stadt genießen konnten.
Nach dem wir die letzten Tage mehr oder weniger nur gefaulenzt haben, war es nochmal Zeit für eine Wanderung. Und so fuhren wir von Wellington nach National Park, ein kleines Örtchen in mitten einer faszinierender Vulkanlandschaft und Startpunkt des „Tongariro Crossing“, ein 19,4 km langer Wanderweg an Vulkanen, Kratern und Seen vorbei. Um 10 Uhr setzte uns Felix am Startpunkt ab und dann ging’s los… die ersten Kilometer brachten wir locker hinter uns, die erste richtige Steigung, mit unzähligen Treppenstufen auch noch, doch dann kam Mt.Ngauruhoe, besser bekannt als „Schicksalsberg“ von Herr der Ringe. Man muss dazusagen, dass man normalerweise an diesem nur vorbeiläuft, aber wir wollten es im Stile von Frodo und Sam, bis zum Gipfel schaffen. Also machten wir uns auf Geröll und Schutt 2300 Meter in die Höhe, am Anfang kämpften wir uns durch den Schutt nach oben, man machte 2 Schritte nach vorne und rutschte wieder einen zurück. In der Mitte konnten wir dann über Felsen klettern, was wesentlich einfacher war und so schafften wir es in ca.1,5 Stunden auf den Gipfel. Leider wurden unsere Mühen (noch) nicht belohnt, denn es hatte sich unterwegs etwas zugezogen und wir mussten die letzten Meter durch Wolken klettern und konnten nur ca.15m weit sehen und somit nur manchmal den kompletten Krater sehen. Nichts desto trotz hatte sich unser Selbstwertgefühl nach dem Aufstieg verdoppelt
Nach einer etwas längeren Pause ging’s wieder runter, eine unangenehme Abstieg auf dem „rutschigen“ Geröll… doch nach einer weiteren Stunde und ein paar blauen Flecken und Kratzern hatten wir’s geschafft. Glücklicherweise klarte es im oberen Drittel noch auf und wir hatten doch noch unsere erhoffte Aussicht auf das umliegende Gebiet und den weiteren Verlauf unserer Strecke. Am Fuße des Berges wurden die Kraftreserven nochmal mit Äpfeln und Brötchen (sofern man die datschigen Dinger hier Brötchen nennen kann^^) gefüllt, die Schuhe von Schutt und Sand entleert und die restlichen 12 km in Angriff genommen. Auf dem weiteren Weg gab es noch einige kleine Seen, dampfende Steine sowie einen roten Krater zu sehen. Interessant war auch, wie sich die Natur im Verlauf unseres Crossings veränderte; so ging’s vom kaum bewachsenen Vulkangebiet, in eine Landschaft mit Grasbüschen und dann durch Regenwald zum Ziel, wo uns Felix um 19 Uhr abholte. Im Hostel schafften wir es gerade noch so in den Whirlpool und zum Essen, bevor wir erschöpft ins Bett fielen.
Mit Muskelkater in den Beinen fuhren wir dann am nächsten Tag durch Taupo in Richtung East Cape, der Ostküste der Nordinsel, wo wir die folgenden Tage von Ort zu Ort gefahren sind und die Landschaft einfach genossen haben.
Gestartet sind wir in Napier, einer im Art Deco Stil erbauten Stadt an der Küste, wo wir am Abend anlässlich Jans Geburtstag Indonesisch essen waren. Das war eine sehr außergewöhnliche Erfahrung, denn wir haben uns eine Rijsttafel bestellt, eine aus ca.20 kleinen individuellen Gerichten bestehende Platte, mit den verschiedensten Gerichten aus Fisch, Muscheln, Krabben, Lamm, Rind, Gemüse, Hähnchen… Mhhhhh!
Von Napier aus ging’s dann weiter in Richtung Osten , wo wir als erste Menschen (auf dem Festland) den neuen Tag erleben konnten. Von unserm Hostel aus hatten wir eine wunderschöne Aussicht auf das Meer und den Sonnenaufgang, lasst euch einfach von den Bildern beeindrucken. Am nächsten Tag sind wir zum East Cape und nach über 600 Treppenstufen standen wir dann am östlichsten Punkt der Welt.